Eigenheiten, Performance und Stabilität bei VMware vSAN vSAN 6.6 in der Praxis

VSA-Ready-Nodes vereinfachen, bzw. erübrigen das manuelle Design eines vSAN-Clusters.

Der Aufbau einer hyperkonvergenten IT-Umgebung gilt als komplexer, zeitaufwändiger und fehlerbehafteter Prozess. VMware stellt zwar mit „Virtual SAN“ eine leistungsfähige Software bereit, Objekt-Speicher für Virtual-Maschine-Workloads auf Enterprise-Level zu realisieren, ohne die passende Hardware bleiben die Chancen aber oft ungenutzt. So genannte vSAN-Ready-Nodes wie „Fujitsu Primeflex for VMware Virtual SAN“ können dazu entscheidend beitragen, die Performance zu verbessern.

VMware vSAN ist eine hyperkonvergente, softwaredefinierte Speicherplattform, die vollständig mit „VMware vSphere“ integriert ist. vSAN aggregiert lokal angehängte Festplatten von Hosts, die Mitglieder eines vSphere-Cluster sind, erstellt daraus eine verteilte, gemeinsam nutzbare Speicherlösung und ermöglicht ein schnelles Bereitstellen von Speicher innerhalb von VMware vCenter unmittelbar im Kontext der Erstellung und Bereitstellung virtueller Maschinen.

Zudem war vSAN das erste richtliniengesteuerte Speicherprodukt, das explizit für vSphere-Umgebungen entwickelt wurde. Im Rahmen der richtlinienbasierten Speicherverwaltung, gleicht vSAN kontinuierlich die Anforderungen virtueller Maschinen automatisch und dynamisch mit den zugrundeliegenden Speicherressourcen über das dedizierte vSAN-Netzwerk ab, was die Speicherbreitstellung und Verwaltung im Vergleich zu konventionellen Lösungen entscheidend vereinfacht.

VMware erobert den HCI-Markt

Beim Start der hyperkonvergenter Plattform von VMware im Jahr 2014 und war vSAN im Prinzip schon ein Nachzügler im seinerseits noch jungen HCI-Markt. Die damaligen und heutigen Marktführer Nutanix sowie Simplivity wurden 2009 gegründet, so dass der HCI-Markt beim Erscheinen von vSAN bereits von diesen Unternehmen dominiert wurde, inzwischen flankiert von dutzenden anderer Player, darunter auch „HPE-VSA“ (Lefthand), „Starwind“, „Datacore Hyperconverged Virtual SAN“ und Dell-EMC.

Für VMware gab es aber gute Gründe, in diesen Markt zu investieren. Trotz oder gerade wegen der Vielfalt und des Wettbewerbs in diesem Bereich war und ist HCI wohl der am schnellsten wachsende Speichermarkt. Dabei konzentrieren sich die HCI-Anbieter oft in erster Linie auf die Benutzerfreundlichkeit, damit kein dedizierter Speicheradministrator mehr benötigt wird und das Virtualisierungsteam die Kontrolle über den Speicher bekommt.

Dank des globalen Verkaufsapparats von VMware wurde vSAN nämlich trotz der etwas verspäteten Teilnahme an der HCI-Party von Kunden gut angenommen, dass VMware spätestens seit der vSAN-Version 6.5 hinsichtlich der gebotenen Funktonalität in Summe mit den anderen Akteuren gleichgezogen ist. Wohlbemerkt in Summe; denn vSAN bietet beziehungsweise erfüllt unter dem Strich zwar alle kritischen HCI-Merkmale, allerdings hinkt der Ansatz von VMware an einigen Stellen hinterherhinkt, stiehlt den Konkurrenten dafür aber in anderen Bereichen durchaus die Schau.

Die Besonderheit von VMware vSAN

Gemein hat VMware vSAN mit den anderen Herstellern neben dem HCI-Ansatz (das heißt lokale Speichergeräte in den ESXi-Hosts werden als Shared Storage für VMs verfügbar gemacht), das Software-Defined-Storage-Konzept. Die eigentliche Intelligenz des Speichers wird hierbei nicht durch Hardware, zum Beispiel RAID-Controller, erbracht, sondern durch einen Speichervirtualisierer.

Hierin liegt bei vSAN der entscheidende Unterschied zu Nutanix & Co; denn was lag für den Erfinder der software-basierten Compute-Virtualisierung näher, als sich auch an einem Speichervirtualisierer zu versuchen und diesen direkt in den Kernel zu verlagern? Zudem hat VMware mit „NSX“ im Bereich Netzwerkvirtualisierung ja seit geraumer Zeit ebenfalls einen tollen Lauf.

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