Einstieg in die AWS-Cloud – Teil 4 Kostenüberwachung mit Cloud Watch Alarmen

Ein Kosten-Alarm mit AWS Cloud Watch hilft bei der Kostenkontrolle (Thomas Drilling).

Bei den ersten Schritten in der AWS-Cloud sollte man dringend auf die Kosten achten. Ein Überblick über Funktionen und Tools zur Kostenbegrenzung.

Wer sich der AWS-Cloud anvertraut, muss nicht nur die voraussichtlich entstehenden Kosten abschätzen können, sondern auch die tatsächlich entstehenden Kosten überwachen und anhand von Budgets die Notbremse ziehen können. Alle Funktionen dazu stehen im Billing-Dashboard zur Verfügung.

Wer sich mit Architektur, Konzept und Service-Portfolio der AWS-Cloud vertraut gemacht hat, möchte so schnell wie möglich weitere Dienste erkunden und erste Projekte umsetzen. Bevor man sich allerdings mit dem Erstellen von virtuellen Maschinen in der Elastic Compute Cloud (EC2) befassen kann, sollte man sich mit den Grundzügen von Virtual Private Networks (VPC) und Identity and Access Management (IAM) vertraut machen, wie in den ersten Teilen unserer Workshop-Reihe beschrieben.

Die meisten Unternehmen verfolgen beim Erkunden der AWS-Cloud eine ähnliche Strategie und beginnen mit Infrastrukturservices wie virtuellen Maschinen (EC2), Storage (Elastic Block Storage, EBS, Elastic File System, EFS und Simple Storage Service, S3) sowie Datenbankservices wie RDS (Relational Database Service).

Oft dient dazu in den ersten Wochen das in jedem neuen AWS-Konto enthaltene kostenlose Kontingent von 750 Stunden EC2, 750 Stunden RDS und 5 GB S3-Storage innerhalb des ersten Jahres. Da man beim Anlegen eines Kontos immer eine Kreditkarte angeben muss, gilt es allerdings aufzupassen, die angegeben Schwellenwerte nicht zu überschreiten. Außerdem gelten die Freikontingente ja nur für bestimmte Instanz-Typen, Speicherklassen und Datenbankservices, die jeweils am Zusatz Free tier eligible zu erkennen sind.

Hinzu kommen Datentransfergebühren oder Gebühren für zusätzliche Dienstleistungen, die nicht immer auf dem ersten Blick zu erkennen sind, was durchaus im Kalkül von AWS liegt. Man muss sich also nicht unbedingt wundern, wenn die Kreditkarte am Monatsende trotz kostenfreier Services belastet wird.

Best Practice in der AWS-Cloud: Kostenkontrolle zuerst

Ein Vorteil der Cloud ist aber auch, dass der Verbrauch von Ressourcen stets nach Bedarf abgerechnet wird, man also nur zahlt, was man tatsächlich verbraucht (Pay-as you-go-Prinzip). Bestimmender Faktor ist dabei die Granularität. So werden zum Beispiel EC2-Instanzen stundenweise berechnet, so dass der Nutzer bei ungenutzten oder falsch berechneten Ressourcen durchaus schnell reagieren kann, um weitere Kosten zu vermeiden.

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