VMware Virtual SAN Guide Teil 1 - Funktionsweise und Installation

VMware Virtual SAN ist in Version 6.6 50 % performanter und noch robuster geworden.

VMwares hyper­konvergente Storage-Lösung vSAN hat sich zu einem veritablen Enterprise-Storage entwickelt, das häufig eine Alter­native zu tradi­tionellen SANs dar­stellt. Dieser Beitrag erläu­tert das Kon­zept von vSAN und erklärt, welche Voraus­setzungen gegeben sein müssen, um es in Betrieb zu nehmen.

Konzept und Architektur von vSAN sind im Grunde nicht neu und orientieren sich an den hyper­konvergenten Infras­trukturen anderer Hersteller. Es führt Direct Attached Storage sämtlicher ESXi-Hosts in einem vSAN-Cluster zu einem Pool zusammen, der sich dann als Shared Storage für VMs nutzen lässt.

Inzwischen ist vSAN aber auch in der Lage, Speicherplatz als iSCSI-Target nach außen zu präsentieren, sodass es auch als Storage für Workloads jeglicher Art nutzen lässt. Die folgende Abbildung verdeutlicht das Konzept.

Konfigurationen für Ausfallsicherheit

Die Robustheit bzw. Ausfallsicherheit ist beim Storage-Pool dadurch gegeben, dass vSAN je nach Lizenz und Größe des Clusters ein integriertes und verteiltes RAID darstellt, allerdings auf Software-Ebene. Ein RAID-System zum Anschluss der Platten im Host ist nicht erforderlich, vielmehr arbeiten vorhandene RAID-Controller im Passthrough/HBA-Modus.

Mit der Standardlizenz bietet vSAN bei einen 3-Node-Cluster (der minimal möglichen Startgröße) Ausfallsicherheit für einzelne Hosts per Spiegelung, was bei der Analogie mit Platten-RAIDs einem RAID-1 entspricht. Ein 3-Node-vSAN-Cluster kann also maximal den Ausfall eines kompletten Nodes verkraften, ohne dass das Storage ausfällt.

Seit der Version 6.2 und nur mit einer Advanced-Lizenz unterstützt vSAN auch einen einfachen oder doppelten Paritätsschutz, der den Ausfall eines oder mehrerer Hosts verkraftet. Das entspricht einem RAID 5 oder RAID 6 bei Platten und erhöht die nutzbare Kapazität im vSAN-Cluster. Eine Spiegelung ist aber auch hier problemlos möglich, denn für RAID-5 oder RAID-6 benötigt man auch mindestens 5 oder 6 Knoten.

Implementierung als Kernel-Modul

Ein entscheidender Unterschied zu anderen Herstellern von Software-defined Storage (SDS) wie Nutanix, Simplivity, Atlantis Computing, Starwind, OpenFilr & Co. besteht darin, dass VMware die gesamte Logik der Speicher­virtualisierung in den Kernel des Hypervisors verlagert und so auf eine Kontroll-VM verzichten kann.

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