Cluster für High Availability (HA) erstellen Hochverfügbarkeit für VMware vSphere - Teil 2

Das klassische ESXi-HA-Feature bietet Schutz auf Host-Ebene.

Eine wesent­liche Funktion von ESXi-Clustern besteht darin, die Hoch­verfüg­barkeit von virtuellen Maschinen zu gewähr­leisten. Diesem Zweck dient das Feature vSphere HA, welches VMs beim Ausfall eines Hosts auf einem anderen startet. Die Akti­vierung von HA bewirkt den auto­matischen Start der Host-Überwachung.

Die Inbetrieb­nahme von vSphere-HA ist einfach. Ist noch kein Cluster-Objekt in vCenter vorhanden, dann genügt ein Rechtsklick auf das Datacenter, um einen ESXi-Verbund zu erstellen. Hierbei kann der Nutzer dann wahlweise die Cluster-Funktio­nalitäten HA, DRS, EVC oder vSAN (auch parallel) aktivieren.

Start von Host-Überwachung und Zugangssteuerung

Danach muss man nur noch die Hosts per Drag & Drop in den Cluster ziehen. Wer schon ein Cluster-Objekt hat, kann HA auch nachträglich aktivieren oder deaktivieren, etwa bei Wartungs­aufgaben im Netzwerk oder beim Herunter­fahren eines Hosts. Im Gegensatz zum Deaktivieren von DRS funktioniert das jederzeit auch ohne Umschalten in den Wartungsmodus.

Wie die Abbildung zeigt, aktiviert der HA-Assistent per Default die Host-Überwachung, die auch ohne weitere Detail-Konfiguration gut und weitgehend wartungsfrei funktioniert (der Standard-Response auf Ausfälle ist dann „VMs neu starten“).

Die Aktion schaltet zudem die Zugangs­steuerung an, welche das Berechnen bzw. Überwachen der Failover-Kapazität gestattet. Die VM-Überwachung bleibt per Vorgabe jedoch ausgeschaltet.

Master-Slave-Modell

Beim Aktivieren von vSphere-HA wird automatisch ein einzelner Host zum Master-Host bestimmt. Der Master-Host kommuniziert mit dem vCenter-Server und überwacht den Zustand aller geschützten virtuellen Maschinen und der Slave-Hosts.

Hat man HA erfolgreich aktiviert, dann werden auf dem Master-Host und den Slave-Hosts die HA-Agenten gestartet und der vom Master initiierte Austausch der primären Taktsignale über das Management-Netzwerk sowie der Datastore-Taktsignale beginnt. Slaves tauschen unter­einander keine Taktsignale aus. Fällt der Master selbst aus, wird ein neuer Master gewählt. Die Grafik zeigt, dass ein vCenter zwar für das Erstellen und Verwalten des HA-Clusters benötigt wird, wozu wie gehabt der vpxd-Daemon  und die vpxa-Agenten miteinander kommunizieren. Dagegen bleibt die HA-Funktionalität auf den Hosts auch ohne vCenter erhalten.

Sie wird über den FDM (Fault Domain Manager) erbracht, der direkt mit dem Host-Daemon kommuniziert und – sofern er der Master-Agent ist – auch die die sekündlich ausgetauschten Takt-Signale über das Management-Netzwerk initiiert. Den aktuellen Betriebs­zustand und/oder Fehler-Status von vSphere HA erkennt der Admin jederzeit bei markiertem Cluster im Reiter Übersicht im Abschnitt HA Status.

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