ESXi-Installation mit Kickstart automatisieren Teil 2: ISO-Image anpassen

Das Setup von VMware ESXi lässt sich mit einer Antwort­datei so steuern, dass man als Ergebnis einen indivi­duell konfigurierten Host erhält. Die ESXi-Installation kann man noch weiter anpassen, damit sie eigenständig nach dem Kickstart-Script sucht und den Hypervisor voll­kommen unbeauf­sichtigt ein­richtet.

Im ersten Schritt lädt man ein aktuelles vSphere-ISO von der VMware-Website herunter, ggf. auch eine OEM-spezifische Version. Danach muss man diese bearbeiten. Dazu gibt es verschiedene Tools, wie zum Beispiel UltraISO.

Entscheidend ist dabei die Bootloader-Konfigurationsdatei boot.cfg, sie muss man anpassen. Hier gibt man unter anderen die Kernel- und Start­module an, die während der ESXi-Installation geladen werden.
boot.cfg mit UltraISO aus der ISO-Datei entnehmen, um sie für Kickstart anzupassen.

Dazu extrahiere ich die Datei in einen lokalen Ordner, um sie editieren zu können. Öffnet man die Datei in einem Editor, zeigt sie die Startkonfiguration für ESXi.

Boot-Konfiguration im originalen Zustand.

ISO für die unbeaufsichtigte Netzwerkinstallation

Wie oben angekündigt, wollen wir eine unbeauf­sichtigte Netzwerk­installation durchführen, bei welcher der ESXi-Installer automatisch nach der Kickstart-Datei auf einer NFS-Freigabe, einem FTP- oder einem Web-Server sucht.

Um das ISO für die Suche nach eine im Netzwerk abgelegten Kickstart-Datei zu konfigurieren, muss man lediglich den Eintrag

kernelopt=cdromBoot runweasel

in der Datei boot.cfg durch

kernelopt=netdevice=vmnic0 bootproto=dhcp ks=nfs://10.0.0.1/volume1/NAS/ISO/kickstart-hv100.cfg

ersetzen.

Natürlich sind die konkreten Pfade und IP-Adressen den eigenen Verhältnissen anzupassen. Ist das geschehen, dann speichere ich die Datei boot.cfg in einem neuen Ordner, den ich beispielsweise Netinstall nenne.

Danach kopiere ich die geänderte boot.cfg aus den eben angelegten lokalen Ordner zurück in UltraISO. Aber Achtung: die vorhandene Datei muss an zwei Orten überschrieben werden, einmal im Stamm­verzeichnis sowie im Unterordner /EFI/Boot.

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