vSphere 7 ab sofort verfügbar – die wichtigsten Neuerungen im Überblick VMware gibt Verfügbarkeit von vSphere 7 GA bekannt

Thomas Drilling

Fünf Jahre nach Version 6.0 hat VMware gestern das neue  Major Release von vSphere an freigegeben, dessen wesentlichen Neuerungen, wie die native Integration von Containern, respektive Kubernetes sich seit der VMworld 2019 bereits größtenteils herumgesprochen haben sollten.

Mein Kollege Wolfgang Sommergut von Windows Pro hat die wesentlichen Punkte bereits vor 14 Tagen wie üblich sehr präzise auf den Punkt gebracht.

Das große Thema ist die Inte­gration von Container-Services und Kubernetes-Support, die unter dem Code­namen Project Pacific ent­wickelt wurden. Aber auch für die her­kömm­liche Nutzung von vSphere gibt es einige Neuerungen. VMware bezeichnet vSphere 7 als das bis dato größte Update, was die relativ lange Pause seit dem Erscheinen von vSphere 6.7 erklären soll.

Der größte Aufwand galt dabei jedoch nicht den tradi­tionellen Szenarien zur Virtualisierung der x86-Hardware, sondern der Erweiterung des Systems um Container.

Sie äußert sich darin, dass Administratoren nun Container in vCenter wie virtuelle Maschinen als eigene Objekte verwalten können. Die Integration von Pivotal Container Service (PKS) macht aus vSphere zudem eine Plattform zur Bereit­stellung von Kubernetes-Diensten.

Umbau von vSphere zu einer nativen Kubernetes-Plattform mit Project Pacific

Allerdings ist vSphere 7 nur ein Baustein in VMwares umfassender Container-Strategie, die ganz auf Kubernetes als Standard setzt. Ein ganzes Portfolio von Produkten unter dem Codenamen Tanzu soll Container übergreifend in Public und Private Clouds verwalten können (siehe dazu meine detaillierte Analyse anlässlich der VMworld 2019).

Für den Betrieb von virtuellen Maschinen bringt vSphere 7 ebenfalls einige Neuerungen. Sie sind jedoch nicht so spektakulär und standen bei der Ankündigung ganz im Schatten der Container-Features.

vCenter-Konfiguration als Profile sichern

Zu den auffälligsten Verbesserungen gehören Profile und der Update Planner für vCenter. Mit Hilfe von Profilen lässt sich wie bei ESXi die Konfiguration eines vCenter-Servers exportieren und bei Bedarf wieder importieren. Auf diese Weise kann man vCenter klonen, indem man die Einstellungen eines vorhandenen auf einen frisch installierten Server überträgt.

Das vCenter Server Appliance (vCSA) umfasst seit der Version 6.5 ein eigenes Backup-Tool. Dennoch kann es praktisch sein, nur die Konfiguration alleine zu sichern. Damit ließen sich im Fall einer Fehl­konfiguration die letzten als gut bekannten Einstellungen wieder­herstellen.

Für das Speichern und Laden der Profile steht aktuell keine GUI zur Verfügung, diese soll später folgen. Daher muss man vorerst über das REST-API gehen oder PowerCLI nutzen.

vCenter Update Planner

Updates für vCSA musste man bisher explizit über das Virtual Appliance Management Interface (VAMI) abrufen, das standard­mäßig über Port 5480 erreichbar ist. Diese Funktion wandert nun in den vSphere Client. Das vCSA selbst beruht jetzt übrigens auf Photon 3.0.

Bis dato musste man Updates für vCSA über das VAMI installieren.

Hinzu kommt, dass man nun ein Was-wäre-wenn-Szenario durchspielen kann, das ermittelt, welche Auswirkungen ein Update auf die ganze Umgebung haben würde und welche Applikationen man vorher aktualisieren sollte.

Kein vCenter für Windows, Aus für externen PSC

Die Version 7 von vCenter lässt zudem keine Installation eines externen Platform Services Controller (PSC) mehr zu und vCenter für Windows ist bei vSphere 7 nicht mehr an Bord. Die einzige Deployment-Option ist somit ein vCSA mit Embedded PSC.

Wenn Unternehmen bis dato einen externen PSC betreiben oder vCenter für Windows einsetzen, dann bietet der Setup-Wizard beim Upgrade die Migration auf das vCSA mit eingettetem PSC an.

vSphere Lifecycle Manager

Bis dato ist vSphere Update Manager (VUM) das bevorzugte Tool, um Upgrades und Patches für die VMware-Plattform zu verteilen. Das betrifft sowohl die Aktualisierung des Hypervisors auf den Hosts als auch die VMware Tools in den Gast­betriebs­systemen. Für Updates von Firmware und Treibern hingegen erhalten Anwender jeweils eigene Utilities von den Hardware-Herstellern.

Aufbau und Funktionsweise von vSphere Lifecycle Manager

Der mit vSphere 7 eingeführte Lifecycle Manager (vLCM) dient als einheitlicher Mechanismus für das Management von Soft- und Firmware sowie von Treibern. Mit seiner Hilfe lässt sich zudem ein erwünschter Zustand (Desired State) für Hosts definieren und über­wachen. Bei Abweichungen lassen sich ESXi-Server auf den Soll-Zustand zurücksetzen, ohne dass man einzelne Komponenten getrennt beobachten muss.

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